Optiker in Kaufbeuren im Allgäu
 
Gleitsichtgläser, Sehtest, Sportbrillen, Brille to go

Performance-Sehen – besser sehen in der Situation, in der es wirklich darauf ankommt

Performance-Sehen beschreibt einen Ansatz in der Augenoptik, bei dem gutes Sehen immer im Zusammenhang mit der jeweiligen Nutzungssituation betrachtet wird.
Im brillenstudio N in Kaufbeuren verwenden wir den Begriff Performance-Sehen für genau diesen Gedanken:
Eine Brille wird nicht nur nach Sehschärfe ausgewählt, sondern danach, in welcher Situation gutes Sehen wirklich funktionieren muss.
Denn Sehen ist keine statische Eigenschaft. Unterschiedliche Situationen stellen unterschiedliche Anforderungen an das Auge.
Beim Autofahren müssen Entfernungen schnell wechseln.
Beim Sport spielen Bewegung, Kontrast und Licht eine große Rolle.
Beim Alltag mit Gleitsichtbrillen müssen mehrere Sehbereiche gleichzeitig funktionieren.
Deshalb beginnt Performance-Sehen immer mit einer einfachen Frage:
Wann und wofür muss gutes Sehen wirklich zuverlässig funktionieren?
Erst wenn diese Anforderungen klar sind, lässt sich entscheiden, welche optische Lösung sinnvoll ist.

Was bedeutet Performance-Sehen?

Performance-Sehen beschreibt einen Ansatz in der Augenoptik, bei dem Brillen nicht nur nach Sehschärfe ausgewählt werden, sondern nach der konkreten Nutzungssituation. Entscheidend ist, in welchen Situationen gutes Sehen zuverlässig funktionieren muss.

Sehen ist immer situationsabhängig

Viele Menschen denken bei einer Brille zuerst an Sehschärfe.
In der Praxis entscheidet jedoch nicht nur die Stärke darüber, wie gut jemand sieht.
Auch andere Faktoren beeinflussen das Sehen deutlich:

Mehrere Faktoren beeinflussen, wie gut eine Brille in einer bestimmten Situation funktioniert. Dazu gehören unter anderem:

  • Licht und Blendung
  • Kontrast und Farben
  • Bewegungen und wechselnde Entfernungen
  • Dauer der Konzentration
  • Umgebung und Nutzungssituation
Faktoren die gutes Sehen beeinflussen – Licht, Kontrast, Bewegung, Entfernungen und Nutzungssituation beim Performance-Sehen


Eine Brille, die im Alltag gut funktioniert, kann in einer anderen Situation plötzlich an ihre Grenzen kommen.
Genau hier setzt das Performance-Sehen im brillenstudio N in Kaufbeuren an.
Nicht nur die Sehschärfe wird betrachtet, sondern die konkrete Situation, in der gutes Sehen benötigt wird.

Das Ziel von Performance-Sehen

Die zentrale Idee ist einfach:
Nicht jeder braucht dieselbe Brille – aber jeder kann eine Lösung bekommen, die zu seiner Situation passt.
Performance-Sehen bedeutet deshalb, zuerst die Anforderungen zu verstehen und erst danach über optische Lösungen zu sprechen.
Auch im Alltag zeigt sich das besonders deutlich bei Gleitsichtbrillen.

Gleitsichtgläser sind technisch immer ein Kompromiss, weil mehrere Sehbereiche in einem Glas kombiniert werden. Dabei werden Fernbereich, Zwischenbereich und Nahbereich unterschiedlich gewichtet.                        Diese Konstruktion ersetzt die natürliche Akkommodation des Auges nur teilweise und führt deshalb zwangsläufig zu Prioritäten im Glasdesign.

Je nachdem, wie ein Gleitsichtglas aufgebaut ist, können bestimmte Sehbereiche größer und stabiler sein als andere.
Genau deshalb kann dieselbe Gleitsichtlösung für eine Person sehr gut funktionieren, während eine andere Person mit einem anderen Glasdesign deutlich besser zurechtkommt.
Das lässt sich gut mit einem einfachen Beispiel aus dem Alltag erklären.
Ein E-Smart ist ein sehr gutes Auto, wenn man hauptsächlich in der Stadt unterwegs ist und kurze Strecken fährt. Für lange Strecken oder häufige Autobahnfahrten ist er jedoch weniger geeignet. Wer regelmäßig lange Strecken fährt, wird ein anderes Fahrzeug bevorzugen, das genau für diese Anforderungen gebaut ist.
Genauso individuell wie die Anforderungen an ein Auto sind auch die Anforderungen an das Sehen.
Performance-Sehen betrifft deshalb nicht nur Gleitsichtgläser.

Vergleich E-Smart und Bentley als Beispiel für unterschiedliche Anforderungen – Prinzip des Performance-Sehens im brillenstudio


Auch bei anderen Brillenlösungen spielen Nutzungssituation und Anforderungen eine große Rolle.

Beim Autofahren sind stabile Fernbereiche und schnelle Blickwechsel wichtig.
Beim Sport können Kontrast, Lichtverhältnisse und Bewegungen entscheidend sein.
Beim präzisen Sehen auf Karten, Displays oder Instrumenten stehen wiederum andere Sehbereiche im Mittelpunkt.
Deshalb geht es beim Performance-Sehen immer zuerst um die gleiche Frage:
In welchen Situationen muss gutes Sehen wirklich funktionieren?
Erst wenn diese Anforderungen klar sind, lässt sich entscheiden, welche optische Lösung sinnvoll ist.
Genau hier setzt das Konzept des Performance-Sehens im brillenstudio N in Kaufbeuren an.
Die optische Lösung wird nicht pauschal gewählt, sondern an die tatsächlichen Anforderungen im Alltag angepasst.

Beispiele und Lösungen für individuelles Sehen

Die wichtigste Erkenntnis zuerst:
Nicht immer ist die Gleitsichtbrille die perfekte Lösung. Die Praxis zeigt, dass es Anwender gibt, die mit zwei, drei oder sogar vier unterschiedlichen Brillen deutlich besser versorgt und am Ende auch zufriedener sind.
Die Gleitsichtbrille ist die Lösung, mit der sich die meisten Alltagssituationen abdecken lassen. Sie ist der bestmögliche Kompromiss, wenn man mit einer Brille möglichst viele Entfernungen nutzen möchte. Für spezielle Situationen – zum Beispiel intensive Bildschirmarbeit oder bestimmte Sportarten wie Golf – ist sie jedoch häufig nicht die optimale Lösung.
Für Menschen, die möglichst viele Situationen mit einer Brille abdecken möchten, gibt es unterschiedliche Gleitsichtglas-Designs. Spezielle Anforderungen benötigen jedoch häufig auch spezielle Lösungen.

Verschiedene Brillen für unterschiedliche Anforderungen – Gleitsichtbrille, Sportbrille und Bildschirmarbeitsplatzbrille


Doch woher kommt eigentlich der Gedanke, dass eine einzige Brille alles können muss?

Warum viele Menschen erwarten, dass eine Brille alles können muss

Die Erklärung dafür liegt wie so oft in unserer frühesten Kindheit.
Wir lernen von klein auf, dass unterschiedliche Situationen unterschiedliche Lösungen brauchen. Unterschiedliches Wetter bedeutet unterschiedliche Jacken. Unterschiedliche Sportarten benötigen unterschiedliche Schuhe.
Es ist für uns vollkommen normal, mit Straßenschuhen zum Tennisplatz zu fahren, dort auf Tennisschuhe zu wechseln und nach dem Spiel zum Duschen noch Badelatschen zu tragen. Danach zieht man wieder die Straßenschuhe an.
Mit diesem Verhalten wachsen wir auf – und es ist für uns völlig selbstverständlich.
Wenn man demselben Tennisspieler später sagt, dass er zum Tennisspielen eine andere Brille braucht als für die Büroarbeit, kommt häufig eine überraschte Reaktion:
„Was? Eine zweite Brille nur für Tennis?“
Der Grund dafür ist einfach.
Während wir für Kleidung, Schuhe oder Sportgeräte selbstverständlich unterschiedliche Lösungen nutzen, haben wir unser ganzes Leben lang gelernt, dass wir mit einem Paar Augen alles können.
Bis ungefähr zum 40. Lebensjahr funktioniert das auch. Unsere Augen können automatisch zwischen verschiedenen Entfernungen scharfstellen.
Mit der Alterssichtigkeit ändert sich diese Situation. Die Augen verlieren die Fähigkeit, auf unterschiedliche Distanzen flexibel zu fokussieren.
Trotzdem bleibt die Erwartung bestehen, dass eine Brille jetzt genau das leisten soll, was früher das Auge selbst konnte: alles gleichzeitig.
Psychologisch entsteht hier ein klassischer Denkfehler: Eine lebenslange Erfahrung wird unbewusst auf eine technische Lösung übertragen.                                                                                                                                                    In der Psychologie spricht man in diesem Zusammenhang von Erwartungstransfer und einem Status-quo-Bias. Menschen gehen unbewusst davon aus, dass neue Lösungen genauso funktionieren müssen wie das System, das sie ihr Leben lang gewohnt waren.                                      

Performance-Sehen: Anforderungen verstehen, bevor Lösungen gewählt werden

Performance-Sehen bezeichnet einen Ansatz in der Augenoptik, bei dem Brillenlösungen immer an die tatsächliche Nutzungssituation angepasst werden.
Im brillenstudio N in Kaufbeuren bedeutet Performance-Sehen deshalb, zuerst die individuellen Sehanforderungen zu verstehen und erst danach über die passende optische Lösung zu sprechen.
Dazu gehört auch, von Anfang an offen zu erklären, welche Situationen mit einer bestimmten Lösung nicht optimal funktionieren werden.
Ein Beispiel macht das deutlich.
Würde man einem Fahranfänger, der noch nie Auto gefahren ist, direkt einen Bentley Continental GT verkaufen, hätte der Fahrer zunächst keine Vergleichsmöglichkeit. Im Alltag würde er dann feststellen: großer Wendekreis, hoher Verbrauch, schwieriger zu parken.
Der eigentliche Vorteil des Autos – der hohe Fahrkomfort – würde möglicherweise gar nicht wahrgenommen.
Würde der Verkäufer dagegen vorher erklären:
Der Bentley bietet außergewöhnlichen Fahrkomfort, benötigt aber mehr Platz beim Parken und verbraucht mehr Kraftstoff, verändert sich die Wahrnehmung.
Der Fahrer versteht das Fahrzeug besser – und verliert nicht den Spaß daran.                                                              In der Psychologie spricht man hier von Erwartungs-Framing: Wenn Vorteile und Grenzen einer Lösung von Anfang an transparent erklärt werden, entsteht später weniger Enttäuschung.


Genau nach diesem Prinzip funktioniert Performance-Sehen im brillenstudio N.
Es geht nicht darum, eine einzige Brille zu verkaufen, die angeblich alles kann. Entscheidend ist, unterschiedliche Sehsituationen zu verstehen und offen zu erklären, welche Lösung für welche Situation wirklich sinnvoll ist.
Typische Beispiele für solche unterschiedlichen Anforderungen sind:
Autofahren mit schnellen Blickwechseln zwischen Straße, Spiegeln und Instrumenten
Sportarten wie Golf oder Tennis mit Bewegung und wechselnden Entfernungen
präzises Sehen beim Pokerspiel, ohne das Gefühl zu haben eine Sonnenbrille zu tragen, obwohl die Brille getönt ist
Alltagssituationen mit Gleitsichtbrillen, bei denen mehrere Sehbereiche gleichzeitig genutzt werden
Genau deshalb kann es sinnvoll sein, für unterschiedliche Anforderungen auch unterschiedliche Brillenlösungen zu nutzen.
Genau das bedeutet Performance-Sehen im brillenstudio N in Kaufbeuren:
Brillenlösungen werden nicht pauschal gewählt, sondern an die tatsächlichen Anforderungen im Alltag angepasst.



 
 
 
 
 
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